Übersicht | Aktuelle Infos | Die LAG Hamburg informiert | Über den Rand geschaut | zurück

Die Menschen in Haiti brauchen dringend unsere Hilfe

Die „Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners" planen eine waldorfpädagogische Krisenintervention in Haiti, um den vom verheerenden Erdbeben psycho-traumatisierten Kindern bei der Verarbeitung des entsetzlichen Erlebnisses zu helfen. (Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners vom 20.01.10)

Zur Anregung der natürlichen Selbstheilungsprozesse und um eventuellen Spätfolgen entgegen zuwirken, wollen die „Freunde der Erziehungskunst" Mitte Februar ein waldorfpädagogisches Kriseninterventionsteam bestehend aus Pädagogen, Psychologen, Therapeuten, Ärzten und Übersetzern in die Krisenregion entsenden.

Es ist nur zu erahnen, wie sich die Situation in dem vom Erdbeben dramatisch zerstörten Karibikstaat Haiti genau verhält. Unmöglich ist es, die Angst, Verzweiflung und den Schmerz der ca. 3 Millionen Betroffen nachzufühlen. Die in Haiti herrschende Extremsituation setzt vor allem rund zwei Millionen Kinder einer akuten Gefahr aus. Die Trennung und der Verlust von Familien, körperliche Verletzungen, die allgegenwärtige, unmittelbare Konfrontation mit Tod und Zerstörung bringen psychische Traumatisierungen mit sich, die die betroffenen Kinder ihr Leben lang prägen werden. Unter all den Naturkatastrophen wirken sich zudem Erdbeben als besonders verunsichernd aus, da das anscheinend feste und sichere Element Erde als unzuverlässig und gar lebensbedrohlich erfahren wird.

Die positiven Erfahrungen mit den vorausgegangenen Nothilfeeinsätze im Libanon (2006), China(2008), Gaza (Januar und Juli 2009) bestärkt das Nothilfeteam der „Freunde der Erziehungskunst" die dringend notwenige Akuthilfe den schwer traumatisierten Kindern und Jugendlichen in der karibischen Krisenregion zu Gute kommen zu lassen. Erst im November 2009 widmete sich ein notfallpädagogisches Expertenteam erfolgreich den in der Erdbebenregion West-Sumatra, Indonesien betroffenen Kindern und Jugendlichen.

Da sich die Kosten für eine nothilfepädagogische Krisenintervention auf ca. 30.000 Euro belaufen,können die „Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners"" trotz des ehrenamtlichen Einsatzes des Notfallteams alle anfallenden Kosten nicht alleine tragen. Bitte spenden Sie jetzt für das laufende Projekt, denn Ihre Hilfe macht die Arbeit möglich! Vielen Dank!

Weitere Informationen finden Sie unter: www-freunde-waldorf.de/nothilfe

 

Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners
GLS Gemeinschaftsbank Bochum
BLZ: 430 609 67
Konto: 13042010
Stichwort: „Notfallpädagogik"

Pädagogische Krisenintervention mit Mitteln der Waldorfpädagogik

Die Menschenkunde der Waldorfpädagogik, ihr Verständnis seelischer Prozesse und ihre vielfältigen rhythmischen und künstlerischen Methoden lösen seelische Verkrampfungen und stärken den Menschen von innen. In gestalteten Unterrichts- und Spielphasen, im Freispiel und in Phasen kreativkünstlerischer Gestaltung sollen durch das Trauma verschüttete personale Ressourcen freigesetzt und aktiviert werden. Ein rhythmisch gestalteter Tagesablauf, geregelte Essens- und Schlafenszeiten, Ruhe- und Aktionsphasen sollen den Kindern und Jugendlichen einen neuen Orientierungsrahmen, Sicherheit und Halt geben und so sicherheitsvermittelte Beziehungen, Vertrauen und Selbstvertrauen, neues Weltinteresse und altersentsprechende Eigensteuerung und Eigenverantwortlichkeit aufbauen und fördern. In der waldorfpädagogischen Notfallpädagogik kommen insbesondere plastisches-therapeutisches Gestalten, die Mal- und Zeichentherapie, Eurythmie sowie weitere waldorfpädagogisch-verwandte Methoden zum Einsatz, die den Betroffen ermöglichen, ihr Erleben non-verbal zu artikulieren. Aufgrund des phasenspezifischen Verlaufs von Psychotraumatas ist der Einsatz der Freunde der Erziehungskunst vier Wochen nach der verheerenden Katastrophe geplant. Denn nach dem „Schockerlebnis" der Katastrophe und einer ein- bis zweitägigen „Akutphase" kommt es zu einer Periode, die etwa vier bis acht Wochen andauern kann. In dieser Zeit können diverse Symptome als „Posttraumatische Belastungsreaktion" auftreten: psychosomatische Beschwerden aller Art, Panikattacken, Konzentrationsschwierigkeiten, Ängste usw. Dies alles sind normale Reaktionen auf völlig unnormale Erlebnisse.

Im Laufe der Zeit lassen die Symptome meist von alleine immer mehr nach. Wenn dies jedoch nicht geschieht, kommt es zur therapiebedürftigen psychischen Erkrankung. Man spricht dann von einer „Posttraumatischen Belastungsstörung", welche im schlimmsten Fall zu einer „andauernden Persönlichkeitsveränderung" führen kann. Nothilfepädagogik setzt in der Phase der „Posttraumatischen  Belastungsreaktion" an. Im Vordergrund stehen dabei pädagogisch-therapeutische Methoden auf Grundlage des anthroposophischen Menschenverständnisses. Die Selbstheilungskräfte des Opfers sollen angeregt werden, das traumatische Erlebnis zu verarbeiten und in die eigene Biografie zu integrieren.

Freunde der Erziehungskunst Tel.: +49 (0)721 354806-140
Rudolf Steiners e. V. Fax: +49 (0)721 354806-16
Neisser Str. 10 E-Mail: m.mezger@freunde-waldorf.de
76139 Karlsruhe www.freunde-waldorf.de/nothilfe

 


Druckversion DruckversionLetzte Änderung: 20.01.2010 zurück
Pressethemen Hamburg
Über den Rand geschaut
Aus Bildung, Kultur und Wissenschaft
17 Rubriken aus Bildung, Kultur und Wissenschaft
Studium, Universitäten
HH-Rundbrief INFO
Postkartenservice
Bildergalerie u. Postkarten- service

Download:
Internationales Schulverzeichnis
PDF-Datei | HTML

Deutsches Schulverzeichnis
PDF-Datei | HTML

LAG Strukturdiskussion